Resorbtion

Die Resorption ist die Aufnahme eines Arzneistoffes vom Applikationsort in die Blut oder Lymphbahn. Das spielt nur dann eine Rolle, wenn die Substanz nicht direkt in den Blutkreislauf (Bsp. i.v.) appliziert wird. Die Resorption beruht auf der Diffusion und proteinvermittelten Transport.

Einflussfaktoren

Substanzeigenschaften

Wasserlöslichkeit; Molekülmasse; Säure-Base-Charakter

Galenische Faktoren

Löslichkeit, Hilfsstoffe; Zerfall der Arzneiform

Patient

Oberfläche des Magens; Vorerkrankungen; Durchblutung im MDT; Magenentleerungszeit

Einfluss von anderen Stoffen

Andere Pharmaka; Nahrungsaufnahme

Mechanismen

Diffusion

Bei der passiven Diffusion ist der Stofftransport direkt proportional zur Membran. Die Substanz passiert direkt die Phospholipiddoppelschicht und ist unabhängig von Transportproteinen. Je nach Eigenschaft der Substanz kann sie die Membran leicht oder schwer passieren.

 

Passiver Transport

Bei dem passiven Transport wird eine Substanz in Richtung des Konzentrationsgefälles transportiert. Dieser Prozess ist nicht ATP-abhängig. Der Transport wird durch Ionenkanäle oder Carrierproteine vermittelt.

 

Aktiver Transport

Beim aktiven Transport wird eine Substanz entgegen des Konzentrationsgefälles durch die Membran transportiert. Der Aktive Transport ist ATP-abhängig.

 

Vesikulärer Transport

Durch eine Einstülpung an der Membran bildet sich ein Vesikel. In diesem Vesikel befindet sich die Substanz. Das Vesikel transportiert die Substanz in der Zelle weiter

 

Rezeptor-vermittelte Endozytose

Die Substanz bindet an einen Rezeptor an der Membranoberfläche. Dadurch wird ein Signal in das Innere der Zelle weitergeleitet. Das Signal bewirkt eine Einstülpung um Molekül und Rezeptor, sodass die Substanz in die Zelle eingestülpt wird.

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Weiterführende Literatur

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