Distribution

Die Distribution ist die Verteilung des Wirkstoffs im Organismus von dem Ort der Resorption zum Wirkungsort. Wird die Arzneiform lokal appliziert entfällt dieser Schritt. Es ist wichtig, dass der Wirkstoff in der richtigen Konzentration an seinem Wirkungsort gelangt. Ist die Konzentration zu hoch kann es zu einer Überdosis kommen. Ist die Konzentration zu gering tritt keine Wirkung ein.

Mechanismen der Verteilung

Hierbei wird der Wirkstoff an ein körpereigenes Protein gebunden. Protein und Wirkstoff werden beide durch den Körper transportiert. Am Wirkort gibt das Protein den Wirkstoff ab. Die Eiweißbindung ist also reversibel.

Verteilungsbarrieren

Plazenta

Die Plazenta ist ein Organ, welches Mutter und den Fetus miteinander verbindet. Mutter und Fetus sind dabei nicht im direkten Kontakt. Zwischen beiden sind Zellen und Bindegewebe. Die Hauptfunktion der Plazenta ist die Versorgung des Kindes mit Sauerstoff und den Nährstoffen, die der Fetus zum Wachsen benötigt. Abfallstoffe werden im Gegenzug von dem Fetus zur Mutter transportiert. Psychoaktive Substanzen oder Drogen können auch über die Plazenta transportiert werden. Der Transport über die Plazenta-Schranke kann über Diffusion, Transporter Endozytose oder per Efflux erfolgen.

Blut-Hirn-Schranke

Das Gehirn ist die Steuerzentrale des Körpers. Es ist also wichtig, dass das Gehirn mit Nährstoffen versorgt wird. Die Blut-Hirn-Schranke grenzt den Blutkreislauf des Körpers von der Flüssigkeit im Gehirn ab. Arzneimittel, die im Gehirn wirken sollen, müssen diese Barriere überwinden. Ein wesentliches Element der BHS sind Tight Junctions, welche die Endothelzellen verbinden. Zudem gibt es Perizyten, bei denen es sich um Bindegewebszellen handelt. An der BHS befinden sich außerdem Ausläufer von Astrozyten sind auch an der Blut-Hirn-Schranke. Astrozyten sind Gliazellen, die für den Stoffwechsel von Neuronen wichtig sind. Gerade psychoaktive Substanzen können die Blut-Hirn-Schranke leicht passieren, da dort viele Transportproteine lokalisiert sind, die deren Transport fördern.

Verteilungsräume

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Weiterführende Literatur

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