Applikation

Damit ein Arzneimittel wirken kann muss es in den Körper und dort an seinen Wirkort gelangen. Es gibt verschiedene Applikationsarten von Arzneimitteln, die unterschieden werden.

Enteral:

Man spricht von enteraler Applikation, wenn das Arzneimittel auf die Haut oder eine Schleimhaut appliziert wird.

Auf die Haut -->  epikutan

Magen-Darm-Schleimhaut --> per oral

Bronchialepithel  --> pulmonal

Nasenschleimhaut --> nasal

Die Applikation kann zum Beispiel über das Futter, das Trinkwasser oder als Zäpfchen verabreicht werden.

 

Parenteral:

Man spricht von einer parenteralen Applikation, wenn die Substanz direkt in das Körperinnere appliziert wird. Ein Motiv dahinter kann die Umgehung des Magen-Darm-Traktes sein. Bei einer Inhalation findet keine mechanische Verletzung der Haut statt. Bei einer Injektion findet eine mechanische Verletzung der Haut statt. Man unterscheidet verschiedene Formen der parenteralen Applikation.

 

Intravenös (i.v.)

Wenn man i.v. appliziert soll die Wirkung rasch eintreten. Das Pharmakon gelangt direkt in das Blut.

Intraperitoneal (i.p)

Die Substanz wird in die Bauchhöhle appliziert. Die Verteilung der Substanz ist schnell, jedoch ist diese Methode sehr fehleranfällig.  

Subkutan (s.c)

Die Applikation erfolgt ins Fettgewebe. Diese Applikation ist nicht sehr fehleranfällig.

Intramuskulär (i.m.)

Die Applikation des Pharmakons erfolgt in das Muskelgewebe. Dort kann es schnell ins Blut aufgenommen werden. Die Wirkung ist besonders stark im applizierten Bereich. Es kann zur Zerstörung des Muskelgewebes kommen.

 

In das Herz                               =        intrakardial

In die Haut                                =        intrakutan

In die Arterie                             =        intraarteriell

Weiterführende Literatur

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