Impfstoffe

Lebendimpfstoffe

Lebendimpfstoffe enthalten replikationsfähige Erreger. Diese vermehren sich dann im Körper des Patienten und lösen auch eine Immunreaktion aus. Dabei entsteht jedoch kein Krankheit. Durch Lebendimpfstoffe kann sowohl eine humorale als auch ein zellvermittelte Immunantwort ausgelöst werden. 

Diese Erreger sind meistens attenuiert (abgeschwächt). Patienten, die ein geschwächtes Immunsystem haben kann diese Art der Impfung jedoch lebensbedrohlich werden, weshalb man nur bei intakter Gesundheit diese Impfungen erhalten sollte. Attenuierte Impfstoffe haben den Vorteil, dass sie kostengünstig sind und eine starke Immunabwehr auslösen, die einen Schutz auslösen, der lange anhält. 

Weitere Lebendimpfstoffe sind Rekombinante Viren. Dabei handelt es sich um gut erforschte und ungefährliche Viren. Diese Viren enthalten nicht nur die Information, die sie zum Vermehren brauchen, sondern sind so verändert, dass sie auch die Informationen enthalten, die zum Aufbau eines Immunschutzes benötigt werden.  

Totimpfstoffe

Die einfachste Form einen Totimpfstoff herzustellen ist die Behandlung eines pathogenen Erregers mit Chemikalien, Hitze, wodurch der Erreger abgetötet wird. Die erregerspezifischen Konformationen und Strukturen müssen dabei aber erhalten bleiben, sodass eine Immunreaktion bei einer Infektion wirksam ist. Gegenüber Lebendimpfstoffen haben sie jedoch den Nachteil, dass sie keine Bildung cytotoxischer T-Zellen induzieren und somit die zelluläre Immunantwort weitestgehend ausbleibt. Sie sind also deutlich weniger immunogen. 

Bei Totimpfstoffen unterscheidet man zwischen:

1. Peptidimpfstoffe

2. DNA-Vakzine (mRNA-Vakzine)

3. Toxoid-Impfstoffe

4. Konjugatimpfstoffe

DNA-Vakzine

DNA-Vakzine sind Impfstoffe, die Gene des Erregers enthalten. Die Proteine, die aus dieser DNA exprimiert werden, sollen dann eine Immunreaktion auslösen, die sowohl humoral als auch zellvermittelt ist. 

Dafür muss das Gen aus dem Erreger identifiziert werden und danach in einen Vektor gebracht werden. Mittels einer Gene Gun wird das Gen dann in das Muskelgewebe injiziert, da es dort im Vergleich zu anderen Geweben die größte Expressionsrate gibt. Es wird vermutet, dass die besondere Zellstruktur der quergestreiften Muskulatur dabei eine Rolle spielt. Bei erfolgreicher Expression soll dann eine Immunantwort ausgelöst werden, durch die ein Schutz entsteht, falls der Erreger den Organismus befällt. 

Unsicher bei diesen Impfstoffen ist jedoch noch, ob sich die applizierte DNA in das Erbgut des Organismus einbauen kann und dort zu einer ungewollten Mutation führt. Eine Folge daraus könnte das Entstehen von Krebszellen sein.

 

Eine Weiterentwicklung der DNA-Vakzine sind mRNA-Vakzine. Die zufällige Insertion einer DNA soll dadurch verhindert werden. 

Weiterführende Literatur

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